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Wir brauchen Pausen.

Aktualisiert: 6. Jan 2019



Wir brauchen Pausen.


Das ist uns allen klar. Doch machen wir das wirklich? Eine echte Pause? Wovon? Haben wir beide Seiten der Medaille in unserem Leben? Diese Flow-Momente, in denen wir so viel schaffen und dann eine Pause, in der wir unserem Kopf eine wirkliche Auszeit gönnen? Oder lenken wir uns vielmehr von den Pausen ab, in dem wir auf unserem Handy dillern, fernsehen, immerzu im Austauschen sein müssen? Versuchen wir nicht insgeheim manchmal sogar in den Pausen produktiv zu sein?


In der ehrlichen Beobachtung meines Lebensstiles musste ich erschreckenderweise feststellen, dass ich nicht wirklich sorgsam mit den Pausenfenstern umgegangen bin. Und das spannende und verrückte daran ist – dass es auch unsere Effektivität und Produktivität in den Momenten der Arbeit einschränkt, welches uns weiterhin das Gefühl gibt, weniger Pausen machen zu können – und so weiter. Ein Teufelskreis. Aber was passiert, wenn wir eigentlich pausieren wollen, es aber nicht wirklich tun.

So wird das Päuschen zu einem Facebook-Check-Fenster, zu einer kleiner Youtube-Session, zu der Chance schnell noch eine Mail zu schreiben oder die letzten 15 Whatsapp-Nachrichten zu beantworten.

Dass Pause machen was anderes heißt, wissen wir alle. Nur an der Umsetzung hapert es manchmal.


Für mich heißt pausieren mittlerweile (!!!) durchatmen, bei mir sein. Ob in der Ruhe, beim Sport, im Schlaf, beim Kochen. Es heißt: Verstand aus und laufen lassen, unseren so überreizten Nerven mal eine Auszeit gönnen.

Etwas, was uns als Kindern so unglaublich leicht viel, fühlt sich jetzt manchmal wie die schwerste Herausforderung des Tages an. Unser Gehirn fühlt sich sicherer in Dauerbeschuss, als in Ruhe – weil es das gar nicht mehr kennt. Weil wir es ihm abgewöhnen. Ist doch klar, dass es sich dann auch schonmal sehr unangenehm anfühlen kann, wenn es plötzlich still wird. Das heißt aber nicht, dass es falsch ist, sondern eben nur, dass es ungewohnt ist. Und alles Ungewohnte macht erstmal unbehagliche Gefühle.



Wenn ich mich selbst beobachte, fällt mir auf, dass es für mich immer wieder schwer ist, einfach mal nur zu entspannen – innezuhalten. Ohne eine bestimmte Absicht, einfach den Moment genießen. Zu genießen, dass meine einzige Aufgabe das „Sein“ ist. Mehr nicht. Kein Punkt auf der to-do-Liste, die uns gerne herumtreibt. Denn das ist doch genug, oder?


Ich habe immer mehr verstanden, dass Pause zu machen, genauso geübt werden muss, wie alles andere. Wir dürfen nicht vergessen, dass Handynutzung und alles was so schnell Rückmeldung gibt unglaubliche Dopaminquellen sind – ein bisschen wie Drogen halt. Für den Körper gibt es da wenig Unterschiede.

Und so kann der Griff zum Handy in seiner Anziehung einer Zigarette, einem Drink ähneln. Im Kopf passiert halt ganz ähnliches. Mir das einzugestehen, tat schon mal weh. Es zu verändern noch mehr. Das braucht Zeit, Geduld, Disziplin und Bewusstsein. Ich benutze das Handy an dieser Stelle als synonym für alle möglichen Bespaßungsmedien…


Gerade in Zeiten, in denen viele Entscheidungen getroffen werden müssen, brauchen wir die Zeit, um runterzufahren und der Maschine auf unseren Schultern Zeit für die Datenverarbeitung zu geben. Jedem würden wir diese Zeit zusprechen – also doch auch bitte uns…


Daher eine kleine Hausaufgabe für uns alle: lasst uns am Tage eine Pause einlegen, in der wir alle ablenkenden Faktoren (Handy, Buch, Smalltalks….) weglassen und einfach mal „sein“ dürfen – bei uns. Vielleicht mit einer Tasse Tee in der Hand. Sie hilft anfänglich sehr gut… Lasst uns unseren Gehirnen ein bisschen Zeit schenken, das alles zu verarbeiten und nicht zu heiß zu laufen.


Das sind wir unserem Köpfchen, bei all den Einflüssen schuldig, oder?

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